4.0 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

»Wir müssen das Innovationstempo erhöhen, denn nur wer rasch und konsequent Erfindungen in marktreife Produkte und Verfahren umsetzt, kann in Zukunft Wohlstand und Beschäftigung sichern«, stellt Professor Karl Gruber fest.

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI zeigt, dass Unternehmen mit hoher Forschungs- und Entwicklungstätigkeit schneller wachsen, weniger Arbeitsplätze abbauen und Krisen besser überstehen. Kostenreduzierung allein kann den Standort Österreich nicht wettbewerbsfähig machen, hinzukommen müssen innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.

4.1 Beratung über gewerbliche Schutzrechte / Patente
(Patent, Gebrauchsmuster, Designschutz und Marken)

Überall in der öffentlichen Diskussion werden Innovationen und Reformen gefordert, um in dem ständig härter werdenden Konkurrenzkampf auf den Märkten im In- und Ausland bestehen zu können. Seit 1998 steigen die Patentanmeldungen und auch die Patenterteilungen beim österreichischen Patent- und Markenamt (ÖPA) stetig an.

Jedoch garantiert ein erteiltes Patent noch lange nicht den wirtschaftlichen Erfolg. Die Erfahrung zeigt: Bisher wird nur ein Bruchteil aller angemeldeten und erteilten Patente wirtschaftlich verwertet. Im Gegensatz zu großen Industrieunternehmen verwerten kleine und mittelständische Unternehmen, sowie Hochschulen ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse noch viel zu wenig. Man schätzt das Verwertungspotenzial aus ungenutzter Forschung an den Universitäten und Fachhochschulen auf 50 bis 80 Mrd. EUR.

Diese Beratung wird in Kooperation mit unserem Netzwerkpartner Patentanwalt Mag. Dipl.-Ing. Michael Babeluk durchgeführt.

Wir prüfen jeden einzelnen Fall unter Einhaltung strengster Qualitäts- und Geheimhaltungskriterien, um Ihren Produkten tatsächlich den bestmöglichen Schutz zu garantieren.

4.2 Patent-/Markenrecherche

Die Recherche zum Stand der Technik dient der Bestimmung des Ausgangspunktes für neue Entwicklungen. Sie liefert eine wertvolle Basis, um technische Probleme zu lösen, Neuheiten von Erfindungen zu evaluieren, die gegenwärtige Marktsituation zu beurteilen und künftige Marktentwicklungen abzuschätzen.
Eine Recherche umfasst sowohl die gesamte deutsch-, englisch- und französischsprachige Patentliteratur aus über 35 Millionen Dokumenten, als auch eine Fülle von wissenschaftlich-technischer Literatur.

  1. Die Recherchenergebnisse werden innerhalb einer schriftlich vereinbarten Bearbeitungszeit an Sie übermittelt.
  2. Wir benötigen von Ihnen die Darstellung des technischen Problems, die möglichst klar und genau formuliert sein soll (z.B. Mithilfe von Zeichnungen), sowie alle Fragen, die wir für Sie beantworten sollen.

Diese Beratung wird in Kooperation mit unserem Netzwerkpartner Patentanwalt Mag. Dipl.-Ing. Michael Babeluk durchgeführt.


4.3 Technologiebewertung

Die Bewertung von neuen Ideen, F&E Vorhaben und Entwicklungen unter den Aspekten

• Stand der Technik
• Machbarkeitsstudien
• Schutzrechtssituation
• Marktpotenzial und Marktchancen

Stellt eine große Herausforderung dar. Eine qualitative Analyse hilft Ihnen dabei, frühzeitig eine schnelle und kostengünstige Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen bei Entwicklungsprojekten zu schaffen.

Leistungen:
Die Technologiebewertung erfolgt nach einheitlichen Methoden und strengen Qualitätskriterien.
Geprüft werden insbesondere die Aspekte
• wirtschaftliche Bedeutung
• Verwertbarkeit
• Realisierung
Voraussetzung und Basis für diese fundierte Bewertung ist in der Regel die Patentrecherche.

Ihr Nutzen:
• Entscheidungsgrundlage über die Nutzung und Lizenzvergabe
• Grundlage eines Produktbusinessplans

4.4 Schutzrechtsstrategie Ihrer Innovation

Die komplexen Verfahren und Kostenstrukturen bei gewerblichen Schutzrechten führen häufig dazu, dass diese nicht in Anspruch genommen werden. Wichtige Investitionen müssen jedoch zur erfolgreichen Verwertung durch Schutzrechte gestützt und flankiert werden.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sehen für sich einen hohen Bedarf an Schutzrechtstrategien. Diese dienen der Sicherung von Marktpositionen und der Umsetzung von Entwicklungsinvestitionen in Marktanteile. Schutzrechtstrategien schaffen damit immaterielle Vermögenswerte. Immaterielle Vermögenswerte sind ein Anteil am Marktwert eines Unternehmens, der sich seit Anfang der achtziger Jahre von durchschnittlich ca. 40% auf über 80% Ende der neunziger Jahre erhöht hat. Um mit einer Schutzrechtstrategie solche Werte zu schaffen, ist eine Abwägung von Kosten und Nutzen nötig.

Leistungen:
Wir beraten und begleiten Unternehmen, Universitäten, Wissenschaftler, Studenten und Erfindern hinsichtlich der optimalen Schutzrechtsstrategie. Diese Beratung bietet einen Überblick über die Kosten von Patenten, Gebrauchsmustern, Mustern (Geschmacksmustern) und Marken, zeitlich und regional differenziert. Sie liefert eine individuell angepasste Strategie, wo welche Schutzrechte wann angemeldet werden sollten.

Ihr Nutzen:
  • Die neutrale Beratung schließt eine Übersicht über die Kosten und Termine ein und dient somit der Kalkulationssicherheit. So wird das gesamte Verfahren transparent.
  • Die Innovation wird zielgerichtet und effektiv geschützt.
  • Finanzielle und personelle Ressourcen können eingespart bzw. effizient eingesetzt werden.

  • Gemeinsam mit der Patentrecherche bzw. der Technologiebewertung ist die Schutzrechtsstrategie ein ideales Instrument zur Bewertung der Kosten-/Nutzen-Relation von Innovationsprojekten.


    4.5 Beratung über Produktkennzeichnungen und –haftung
    (CE-Kennzeichnung)

    Der freie Verkehr von Produkten ist ein fundamentales Element des Europäischen Binnenmarktkonzeptes. Eine wesentliche Barriere für diesen freien Verkehr sind spezielle nationale Rechtsvorschriften betreffend die ”Produktsicherheit”.

    Dadurch können Handelshemmnisse entstehen, da an die Produkte länderweise unterschiedliche Sicherheitsanforderungen gestellt werden. 1989 kam eine Entschließung über ein Gesamtkonzept hinzu, dessen wichtigste Elemente ein Verfahren zur Prüfung von Produkten auf Konformität mit den einschlägigen Richtlinien und die Anbringung der CE-Kennzeichnung auf diesen Produkten sind. Diesen freien Verkehr von Produkten trachtet man durch die Schaffung von einheitlichen technischen Vorschriften, den Harmonisierungsrichtlinien, zu erzielen.

    Heute, nach Vollendung des Binnenmarktes, sind viele der Richtlinien des neuen Konzeptes bereits in Kraft getreten. Notwendige Prüfungen werden durch von den Mitgliedstaaten gemeldete Stellen durchgeführt.